Rückblick «Update Partizipation» in St.Gallen: Drei Faktoren für gelingende Partizipation
Am 12. März 2026 hat das «Update Partizipation» erstmals in St.Gallen stattgefunden. Gemeinsam mit den Teilnehmenden gingen wir den Fragen nach, welche Rolle partizipative Ansätze bei der Erreichung von Klimazielen spielen und welche Faktoren zu einem gelingen beitragen.
Die Rolle der Partizipation für Klimaprojekte
Partizipation ist ein integraler Bestandteil erfolgreicher Klimaprojekte. Denn Klimaneutralität ist nicht allein eine technische oder organisatorische Aufgabe, sondern ein gesellschaftlicher Transformationsprozess. Nachhaltige Veränderungen gelingen nur, wenn möglichst viele Menschen diese verstehen, mittragen und aktiv mitgestalten. Dabei kann Partizipation helfen, Transparenz zu schaffen, Akzeptanz zu fördern und unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und lokale Kompetenzen einzubringen.
Drei Faktoren für gelingende Partizpation
Drei Praxisbeispiele zu drei möglichen Faktoren, die Partizipation unterstützen wurden vorgestellt und im gemeinsamen Austausch mit den Teilnehmenden diskutiert.
Faktor 1: Raum und Zeit
Ueli Rickenbach, Stv. Geschäftsführer von benevol St.Gallen, erläuterte, wie der Benevolpark Zugang zu Netzwerken und Mitteln schafft und so freiwilliges Engagement fördert. Als zukünftiger Klima-Hub für die Stadt St.Gallen wird die Unterstützung von Engagement im Klimabereich weiter ausgebaut: Geplant sind die Bereitstellung von Ressourcen wie Räume, Technik und Vernetzung.
Faktor 2: Know-How und Support
Rhea Braunwalder, Vorstandsmitglied von OstSinn, präsentierte die Projektschmiede als kooperativen Ansatz zur Förderung engagierter Menschen und Vereine. Das seit zehn Jahren in der Bodenseeregion erprobte Modell kann einfach lokal adaptiert werden und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Ideen für St.Gallen.
Faktor 3: Struktur und Spur
Stefan Tittmann von ProjektForum zeigte am Beispiel des rund einjährigen Prozesses «Zukunfts-Kafi», wie die Beteiligung der Bevölkerung bei Initiierung und Umsetzung von Klimaprojekten auf lokaler Ebene systematisch unterstützt werden kann. Der strukturierte Ansatz ermöglicht es, freiwilliges Engagement effektiv zu koordinieren und nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Die Inputs der Referent*innen können über den folgenden Link auf der Dokumentationsseite des «Update Partizipation» heruntergeladen werden:
Das «Update Partizipation» im Portrait
Das Update Partizipation ist ein Treffpunkt für Praxis, Methoden und Austausch zu Partizipation in der Gesellschaft.
Das Format «Update Partizipation» setzt sich in regelmässigen Abständen mit aktuellen Themen und Herausforderungen rund um gesellschaftliche Mitwirkung und Partizipation auseinander und beleuchtet verschiedene Aspekte aus der Praxis.
Das Treffen richtet sich an Mitarbeitende aus der öffentlichen Verwaltung, Fachpersonen und Projektverantwortliche, die in Gemeinden, Städten, regionalen Netzwerken, gemeinnützigen Organisationen oder Unternehmen Beteiligungsprozesse gestalten und weiterentwickeln wollen.
Die Veranstaltung ist eine Initiative von ProjektForum und IDEE21, in Kooperation mit wechselnden Themen- und Fachpartner*innen.