Treffpunkte, Anlässe und Nachbarschaften sind wichtige Orte der Begegnung. Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte treffen sich dort zum gemeinsamen Spielen, Lernen, Bewegen, Austauschen und Feiern. Das Amt für Soziales des Kantons St.Gallen unterstützt mit dem Förderangebot «Zusammenleben» verschiedene Projekte im Bereich Gemeinwesenarbeit sowie den Aufbau und die Weiterentwicklung von Begegnungsorten. Um Erfahrungen auszutauschen und Möglichkeiten für Begegnungsangebote auszuloten, findet ein jährliches Netzwerktreffen statt. Unsere beiden Mitarbeitenden Stefan Tittmann und Claudia Vogt haben das diesjährige Treffen co-moderiert und sich über den offenen, angeregten Austausch unter und mit den Teilnehmenden gefreut.

Das Förderangebot «Zusammenleben» wurde gemeinsam mit der Fachhochschule OST entwickelt und soll Zugewanderte im Zusammenleben mit der Wohnbevölkerung erreichen. Es richtet sich an die im Kanton St.Gallen tätigen Organisationen im Bereich Integration, Begegnungsorte, Vereine und die Zivilgesellschaft sowie die politischen Gemeinden. Am Netzwerktreffen vom 17. September 2026 nahmen rund 35 Vertretende dieser Trägerschaften teil. Sie wurden über Fördermöglichkeiten im Bereich «Zusammenleben» informiert, erhielten inspirierende Einblicke aus der Praxis und tauschten Erfahrungen aus.

Im Rahmen eines adaptierten World Cafés sammelten und diskutierten die Teilnehmenden Erfolgsfaktoren für eine gelingende «Organisation» des vernetzten und gemeinsamen Wirkens. Dabei zeigte sich, dass langfristige Kooperationen insbesondere dann entstehen und Bestand haben, wenn Strukturen über die Zeit stabiler werden, ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen und gemeinsame Ziele verfolgt werden. Zugleich wurde die zentrale Bedeutung von Partizipation hervorgehoben. Diese sollte nicht ausschliesslich im Sinne von «Teilhabe» verstanden werden, sondern auch als «Teilgabe» und Möglichkeit zur Selbstermächtigung. In der Abschlussrunde brachten die Anwesenden ihre eigenen Themen und Fragen ein und tauschten sich mit Gleichgesinnten über mögliche nächste Schritte aus. Herausforderungen beim Erwerb der deutschen Sprache, Kinderpartizipation und ein Konzept für Deutschkurse waren dabei ebenso Thema wie der Umgang mit freiwillig Engagierten.

Schön war zu sehen, mit wie viel Herzblut und kreativen Ideen sich Menschen für ein gelingendes Zusammenleben engagieren.

Interessierte Trägerschaften und Gemeinden begleitet ProjektForum bei der partizipativen Entwicklung und Durchführung von ebensolchen Ideen und Projekten zur Förderung eines gelingenden Zusammenlebens.